Lobby-Workshop «Mehr finanzielle Mittel für qualitativ gute Angebote der frühen Kindheit – aber wie?»

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Der Lobby-Workshop für die Region Zentralschweiz zum Thema «Mehr finanzielle Mittel für qualitativ gute Angebote der frühen Kindheit – aber wie?» vom 24. März 2020 findet nicht statt.

Die Gründe hierfür sind bekannt - die gegenwärtigen Entwicklungen und der Verordnung des Bundesrats im Zusammenhang mit dem Coronavirus fordern eine Absage.

Wir werden wir eine Verschiebung des Anlasses in den Spätsommer mit allen Mitwirkenden prüfen. Sollte dies möglich sein, werden wir die Veranstaltung erneut auf unserer Website ausschreiben.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis in dieser herausfordernden Zeit - bleiben Sie gesund!

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Wie können Anbieter und Fachkräfte in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung ihre Anliegen in lokale politische Prozesse einbringen?

Ausgehend von dieser Frage organisiert das Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz in Kooperation mit kibesuisse, a:primo und RADIX einen Lobby-Workshop für die Region Zentralschweiz zur Thematik «Mehr finanzielle Mittel für qualitativ gute Angebote der frühen Kindheit – aber wie?».

Um die Entwicklung von Kindern ab Geburt optimal zu unterstützen, müssen Angebote der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung von möglichst hoher Qualität sein. Angesichts knapper Ressourcen sind Investitionen in die Qualität dieser Angebote jedoch oftmals keine Priorität für Entscheidungsträger*innen aus Politik und Behörden. Um dies zu ändern, ist es zentral, dass Anbieter*innen und Fachkräfte im Bereich der frühen Kindheit sich Gehör verschaffen und ihre Anliegen zum Wohl der Kinder in lokale politische Prozesse einbringen.

Im Rahmen dieses Workshops erhalten Fachpersonen aus dem Frühbereich Wissen zu Strategien und Instrumente, um Politik und Öffentlichkeit für Investitionen in Angebote des Frühbereichs zu sensibilisieren.

Im Rahmen von vier Ateliers werden konkrete Anliegen aus der Praxis vertieft sowie Projekte und mögliche Umsetzungsstrategien gemeinsam entworfen und diskutiert:

Atelier «Vernetzung»
Eliane Aebi, Geschäftsleiterin Verein Kinderbetreuung Obwalden und Gabriela Wirth, Beraterin Mütter- und Väterberatung Obwalden (OW)
Gemeinde Sarnen (OW), 9‘822 Einwohner*innen

Die Mütter- und Väterberatung des Kantons Obwalden ist ein Angebot für Eltern mit Kinder zwischen 0 und 5 Jahren und zielt auf die Begleitung der Eltern in ihren Aufgaben mit den Kindern und deren Unterstützung in konkreten Fragestellungen. Als niederschwelliges Angebot mit einem präventiven Charakter wird dieses durch die Eltern meist früh in Anspruch genommen. Die Beratungspersonen der Fachstelle interessierten sich für die Wirkung ihrer Beratungs- und Präventionsarbeit auf andere Angebote im Frühbereich: Inwiefern blieben gewissen Themen in den jungen Familien bestehen? Stehen andere Anbieter*innen im Frühbereich vor den gleichen oder ähnlichen Herausforderungen? Kann man für gemeinsame Probleme interdisziplinäre Lösungen erarbeiten? Diskutieren und planen Sie in diesem Atelier mit anderen 10 bis 15 Teilnehmer*innen, wie Sie vorgehen würden, um Antworten auf diese Fragen zu erhalten und erfahren Sie am Schluss, wie im konkreten Fall in Sarnen vorgegangen wurde.

Atelier «Angebote und Erreichbarkeit»
Monika Marbacher, Leiterin Soziales und Gesundheit / Mitglied Geschäftsleitung Gemeinde Root
Gemeinde Root (LU), 5‘031 Einwohner*innen

Das Sozialamt der Gemeinde Root, einer Agglomerationsgemeinde mittlerer Grösse, hat sich der Herausforderung angenommen, dass sich bei fremdsprachigen Kindern der Eintritt ins Schulsystem aufgrund fehlender Kenntnisse der deutschen Sprache schwierig gestaltet. Diskutieren und planen Sie in diesem Atelier mit anderen 10 bis 15 Teilnehmer*innen, wie Sie diese Herausforderung angehen würden und erfahren Sie am Schluss, wie die Gemeinde Root vorgegangen ist.

Atelier «Partizipation»
Jeanette Stalder Muff, Abteilungsleiterin Soziales und Gesellschaft
Bezirk Küssnacht (SZ), 13‘324 Einwohner*innen

Im ländlich geprägten Bezirk Küssnacht des Kantons Schwyz bestand anders als in den Bereichen Alter und Integration für den Bereich Kinder und Jugend keine zuständige Kommission auf Bezirksebene. Damit den Anliegen der jüngsten Generationen – als wichtige Altersgruppe – Gehör verschafft werden kann, benötigte es hierfür ein entsprechendes Organ. Denn die zukünftigen Generationen sollen gute Bedingungen für das Aufwachsen vorfinden, über Spiel- und Gestaltungsräume verfügen und mit ihren Ideen und Anliegen ernst genommen werden. Diskutieren und planen Sie in diesem Atelier mit anderen 10 bis 15 Teilnehmer*innen, wie Sie vorgehen würden, um dieses strukturelle Ungleichgewicht anzugehen und erfahren Sie am Schluss, welchen Lösungsweg der Bezirk Küssnacht eingeschlagen hat.

Atelier «Synergien nutzen»
Martin Huber, Geschäftsführer Stiftung Papilio
Kanton Uri, 35‘000 Einwohner*innen

Die Zusammensetzung der Bevölkerung des Bergkantons Uri hat sich durch den Tourismus und die Ansiedlung von Firmen verändert und fordern Strukturen für eine (bessere) Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Integration. Weiter erschwert die Situation der Abwanderung in Seitentälern des Kantons, dass notwendige familienfreundliche Strukturen aufgebaut und erhalten werden. Diskutieren und planen Sie in diesem Atelier mit anderen 10 bis 15 Teilnehmer*innen, wie Sie vorgehen würden, um diese strukturelle Herausforderung anzugehen und erfahren Sie am Schluss, welchen Lösungsweg im Kanton Uri eingeschlagen wurde.

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