Gute Praxis: Vitalina beider Basel

Das Projekt «Vitalina» richtet sich primär an bildungsferne und sozial benachteiligte Mütter und Väter mit Migrationshintergrund, deren Lebenssituation, ein Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes, erschwert. Es handelt sich hierbei insbesondere um Eltern, die bis anhin die lokalen Unterstützungsangebote nicht nutzen. Das Projekt «Vitalina» wird folglich in Kooperation mit wichtigen Akteuren des Frühbereichs wie die Mütter- und Väterberatung Baselland, die Elternberatung Basel-Stadt, Quartiertreffpunkte, Familienzentren sowie weiteren Fach-und Beratungsstellen in der Region Basel umgesetzt.

Um die Zielgruppe zu erreichen, hat die Stiftung HEKS interkulturelle Vermittler*innen ausgebildet, die als «Schlüsselpersonen» aufsuchend an beliebte Treffpunkte wie Spielplätze, Parks, Spielgruppe oder Migrant*innenvereine gehen, an welchen sich Eltern mit ihren Kindern aufhalten. Die interkulturellen Vermittler*innen führen in der jeweiligen Herkunftssprache mit den Eltern aus dem gleichen Kulturkreis Gespräche über den Familienalltag und Ernährungsgewohnheiten und weisen diese auf bestehende Angebote im Frühbereich oder Unterstützungsangebote in Kanton und Gemeinden hin. Dank ihres Hintergrunds und ihrer Sprachkenntnisse können die interkulturellen Vermittler*Innen auf die unterschiedlichen Situationen eingehen, bei Bedarf passende Empfehlungen abgeben und, falls gewünscht, die Eltern zu einem ersten Termin bei der Mütter- und Väterberatung begleiten oder diese mit anderen Fachstellen vernetzen. Auf diese Weise erreichten und informierten im Jahr 2018 in beiden Basel 17 interkulturelle Vermittler*innen in 14 Sprachen während insgesamt 664 Einsatzstunden rund 2011 Elternteile.

Das Projekt «Vitalina» wird durch die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft, Gesundheitsförderung Baselland, Gesundheitsförderung Schweiz, und den Medizinischen Diensten des Gesundheitsdepartement Basel-Stadt unterstützt.