Weltgesundheitsorganisation warnt: Verpestete Luft schadet vor allem Kindern

Die WHO stützt sich auf ihr 2016 neu entwickeltes Modell zur Messung der Luftqualität. Basierend auf diesen Daten kommt die WHO zum erschreckenden Schluss, dass die schlechte Luft sowohl in Innen- als auch Aussenräumen vor allem bei Kindern weltweit für gesundheitliche Probleme verantwortlich und auch tödlich ist.

Rund 13 Prozent der unter Fünfjährigen sind 2016 gemäss WHO weltweit an einer Lungenentzündung gestorben – das sind mehr, als durch Durchfall, Mangelernährung oder ansteckende Krankheiten ums Leben kamen.

Kinder sind besonders betroffen, da sie schneller atmen als Erwachsene und so mehr Luft und Schafstoffe aufnehmen, und da sie sich näher am Boden befinden, wo die Schadstoffkonzentration besonders hoch ist. Auch atmen Kinder öfter durch den Mund als Erwachsene, wodurch schädliche Partikel leichter in den Organismus kommen.

Besorgniserregend ist auch, dass Kinder bereits im Mutterleib von Luftverschmutzung betroffen sind, indem winzige Partikel von Schadstoffen aus der Luft über die Plazenta der Mutter das Kind erreichen können. Dies kann unter anderem den gesunden Aufbau des Immunsystems des Ungeborenen stören.

Die Folgen schlechter Luft für Kinder können gesundheitliche Probleme ein Leben lang sein. Kinder sind darum besonders darauf angewiesen, dass sie von der Bedrohung durch schlechte Luft geschützt sind. Vor allem in ärmeren Ländern ist die Belastung durch schlechte Luft sehr hoch, aber auch in reichen Ländern sei gut die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren qualitativ schlechter Atemluft ausgesetzt.

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